2 Wochen iPad

Ein kurzes erstes Fazit. Vor knappen 14 Tagen war es also endlich da. Das iPad. Was wurd im Vorfeld nicht gelobt, gemeckert, verwunschen, gehofft, gelobt. Belächelt wurde es von vielen. Gefeiert wurde es von vielen. Für viele, die Revolution. Für andere nur ein Spielzeug, ein weiteres Zeugnis von Steve Jobs Größenwahn.

Ich hab das Teil nun 14 Tage bewusst (fast) ausschliesslich benutzt, auf den PC (fast) komplett verzichtet. Einfach um ein Bild davon zu bekommen, wie sich das iPad als PC Ersatz macht.

Wieso ich das iPad direkt mit dem PC vergleichen wollte? Weil es doch bereits -zig Artikel darüber gibt, wie man das iPad als 2. Gerät nutzen kann, ob es Sinn macht, sich ein iPad zu kaufen wenn man bereits einen PC hat und weil ich nicht noch mal auf die bereits Bekannten technischen Spezifikationen eingehen wollte.

Die Frage, die also sicherlich viele Interessiert:

Taugt das iPad als PC Ersatz?

Fall 1: Man hat gar keinen PC.

Leider nein.

Wieso? Nun, ganz einfach deshalb, weil ohne iTunes das iPad erst gar nicht läuft. Es verweigert direkt von Beginn an die Arbeit. Und selbst dann gilt: Ohne iTunes, kommt man nicht weit. Updates (iOS4), Musik, Dokumente landen in erster Linie nur über iTunes auf dem Gerät.

Fall 2: Man hat ein altes, technisch veralteten Rechner, auf dem iTunes läuft.

Kurze Antwort, ja.

Das iPad trumpft definitiv ganz stark auf, sobald man auf iTunes zurück greifen kann und man Zugang zu einem WLAN Netz hat oder ‘ne dicke Geldbörse für eine UMTS Flatrate mit 5+GB Traffic. Den das iPad ist ein Internetdevice, durch und durch. Und auch im Büro seh ich den Einsatz als ehemaliger Versicherungskaufman recht hoch.Das surfen macht Spass und geht mindestens genau so flott von der Hand wie am PC, das fehlen von Flash ist mir persönlich noch auf keiner Seite aufgefallen (da viele bereits alternativ Videoformate anbieten etc.), dank Push Diensten bekommt man Emails, Sofortnachrichten (ICQ,MSN etc. per IM+, BeeJive o.ä.) direkt zu Gesicht, das Skypen per WLAN klappt bestens, das lesen der Tageszeitung gefällt mir definitiv besser als 100 verknitterte Seiten die ständig im Frühstücksteller landen (Welt HD App), die Musikanlage und der Mediaplayer lassen sich bequemer bedienen denn je (Sonos, Remote, VLC Remote etc.) und die ersten Apps für’s Büro (Keynote, Pages etc.) machen eine recht gute Figur – wenn Sie auch noch lange nicht ausgereift sind. Das schreiben geht dabei prächtig von der Hand (so lassen sich auch Vorlesungen mit tippen etc.pp.) und die Präsentationszwecke für Unterwegs sind denen anderer Geräte um Welten überlegen. Was hätt ich darum gegeben, wenn ich meinen Kunden die Vorteile einer Vollkasko per iPad hätte zeigen können, ein wenig aufgepeppt, statt auf einem Doppel DINA4 Blatt elend langer Paragraphen und Vorschriften, die eh nie Jemand liest, bevor er die Unterschrift unter den Vertrag macht.

Fall 3: Man hat bereits einen guten Multimedia / Gaming PC.

50:50 %

Zu dieser Gruppe gehöre ich. Mein PC ist technisch immer noch oberste Klasse, dennoch hab ich ein iPad. Wieso? Weil ich sehr gern von der Couch aus Chatte. Oder meine Musik vom Bett aus starte. Weil ich per Dropbox auf meine Unimitschriften zugreifen kann und so überall bequem lernen kann. Weil ich in der Uni mitschreiben könnte. Weil ich durch mein Sky Abo in jedem McDonalds, an der Uni in den Freistunden demnächst Fussball & Sport in guter Qualität schauen kann. Weil das Email schreiben on-the-go super bequem ist. Weil ich nicht jedes Mal den PC anschalten muss, wenn ich noch fix was “googlen” muss. Weil der Kalender mein Papier Kalender ersetzt hat. Weil, wie oben schon erwähnt, meine Zeitung trocken ist (und nicht im Regen lag) und mir nicht mehr verknickt, weil das iPad meine Fernsehzeitung ersetzt, weil es nette Apps gibt (Kreuzworträtsel etc.pp.) und weil es sich überall so super bequem mit hin nehmen lässt und sämtliche Dinge mindestens genau so zuverlässig, wenn nich sogar schneller und effektiver tut, als mein Acer Timeline 3810TG Notebook, das erst booten muss, wo ich auf ein Trackpad angewiesen, mir der Akku etwas früher versagt und ich nur dort Internet hab, wo WLAN ist – nicht überall dort, wo mir UMTS & 3G zur Verfügung steht, also praktisch überall.

Fazit: Ich kann das iPad eigentlich nur empfehlen. Wer sich mit den technischen Limitierungen zufrieden geben kann und darüber hinweg sieht, dass das iOS sicherlich nicht Jedermans Sache ist (mir persönlich stinkt z.B. die Android Upgrade-Politik & Windows ist mir auf mobilen Devices definitiv zu sperrig) bekommt hier das, was Angeboten wird: Das perfekte “Tool”, um überall online zu gehen, effektiv zu surfen, das alltägliche Papierchaos zu lindern und die Möglichkeit, Multimedia & Co. beruflich anschaulich zu präsentieren.

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  1. By GUY on 08/09/2010 at 02:05


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